Arbeitswelt eines Retrievers

Bild: Stefan Kucharczyk

(v.l.n.r.: Nova Scotia Duck Tolling R., Curly Coated R., Flat Coated R., Golden R., Labrador R., Chesapeake Bay R.)

 

Nicht nur der Flat ist ein leidenschaftlicher Apportierhund.

Zu den Retrieverrassen gehören natürlich auch die Labrador Retriever, die Golden Retriever, die Curly Coated Retriever, die Chesapeake Bay Retriever und die Nova Scotia Duck Tolling Retriever.

Alle werden in den hier gezeigten Bereichen eingesetzt und ausgebildet. Natürlich hat dabei jede Hundrasse noch ihre eigenen, spezifischen Fähigkeiten. Mehr Informationen zu den Einsatzgebieten der anderen Retrieverrassen finden Sie auf der Seite des DRC.

 

Zukünftige Hundeführer, die mit der Anschaffung eines Labrador Retrievers oder Golden Retrievers liebäugeln, sollten sich vor dem Kauf Gedanken machen,  ob sie den Hund im Dummysport oder jagdlich ausbilden möchten. Die Labrador- und Goldenzucht hat in den letzten Jahrzehnten zwei unterschiedliche Zuchtlinien, hervorgebracht. Die Arbeitslinien und die Showlinien, wobei letztere durch ihre Physiognomie nicht unbedingt oder nur beschränkt für den Dummysport oder jagdlichen Einsatz geeignet sind.

Retrieverarbeit

Wie alle Hunde fühlt sich der Retriever am Wohlsten, wenn er beschäftigt wird.

Die Retriever wurden ursprünglich für die Niederwildjagd gezüchtet und ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, das gestreckte Wild zu apportieren, d.h. auf Kommando hinlaufen, aufspüren, aufnehmen und zuverlässig zum Hundeführer, resp. Schützen, zurück zu bringen.

In der Ausbildung wird besonders Augenmerk gelegt auf die retriervertypischen Arbeitseinsätze des Markierens (marks) und des Einweisens (blinds). Der dritte Ausbildungsaspekt ist die freie Suche (search).

Eine ausführliche Beschreibung über die Einsätze eines Retrievers finden Sie auf der Seite des DRC.

 

Dummyarbeit

Die Dummyarbeit wurde entwickelt, um den Hund auch während der Schonzeit auszubilden und um den Retriever an die Arbeit mit Wild heranzuführen, ohne die Jagdethik zu verletzen. Da auch Nichtjäger dieser Art der Beschäftigung nachgehen können, entwickelte sich die Dummyarbeit immer weiter. Heute werden in Workingstests jagdnahe Aufgaben nachgestellt, bei denen die Retriever ihre Fähigkeiten am Dummy unter Beweis stellen können. Es hat sich ein regelrechter Dummysport entwickelt rund um das 500g schwere Säckchen.

 

Jagdliche Arbeit

Rertiever erfreuen sich bei Jägern unter zunehmender Beliebtheit, schätzen diese doch die Bringtreue und den "Will-to-please" dieser Rassen.

Doch auch immer mehr Hundführer aus dem Dummysport gehen den Schritt in die jagdliche Arbeit und erwerben den Jagdschein, um ihre Hunde jagdlich auszubilden. Viele Retriever werden aktiv auf Jagden geführt (z.B. Fasanenjagd in Großbritannien und Dänemark).
Wenn man keine Möglichkeit zur Jagd hat, sind die sog. Field Trial Prüfungen eine willkommene Abwechslung, um den Hund im Umgang mit frisch geschossenem Wild zu testen.


Agilty

Agility ist ein körperbetonter Spaß für Mensch und Hund und fördert beides gleichermaßen. Der Retriever sollte für Agility gesundheitlich ohne Einschränkungen (HD/ED) und normalgewichtig sein. Nähere Infos

Rettungshundearbeit

Retriever eigenen sich sowohl für die Vermisstensuche im Mantrailing als auch für Flächen- oder Trümmersuche. Informationen über die nächsten Rettungshundestaffeln findet man bei den örtlichen Unfall- und Rettungsdiensten (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser).

Assistenzhund

Im Assistenzbereich sind viele Retriever anzutreffen, besonders als Blindenführhund, Therapiehund oder Signalhund oder auch als Sprengstoff- und Drogenspürhund.

Informationen hierzu gibt es bei den betreffenden Fachverbänden, die auch die spezifische Ausbildung anbieten.